Akai MPC Studio Controller

Mit dem Akai MPC Studio gibt der Hersteller nach der MPC Renaissance seine zweite Neuheit für 2012 preis, die zum ersten mal auf der NAMM Show in Anaheim vorgestellt wird.

Bei dem Akai MPC Studio handelt es sich um einen reinen USB MIDI Controller, der zusammen mit der neuen MPC Software ausgeliefert wird. Die Optik der Bedienelemente erinnert sofort an die klassischen MPC Groove Boxen und rechtfertigt so zumindest die etwas verwirrende Namensgebung. Immerhin stand MPC bisher für ein Music Production Center, welches standalone für die Musikproduktion eingesetzt werden konnte. Mit der MPC Studio wird nun schon der zweite Music Production Controller vorgestellt. So ist der MPC Studio nicht ohne Mac oder PC zu benutzen, sondern als Steuerungszentrale zu betrachten. Trotzdem setzt er sich stark von den schon länger erhältlichen Akai MPD-Controllern ab.

Akai MPC Studio - Music Production Controller

Der Akai MPC Studio Controller ist eine extrem kompakte Hardware Abbildung der MPC Software, die schon mit der Akai MPC Renaissance vorgestellt wurde. 16 MOC Pads, selbstverständlich hintergrundbeleuchtet, sollen echtes “MPC-Feeling” gewährleisten. Akai selbst stellt den MPC Studio fast als herkömmliche MPC dar, die nur den Prozessor ausgegliedert hat, und, wir in diesem Fall, über keine analogen Ein- und Ausgänge verfügt. Also letztendlich doch ein “normaler” Midi-Controller, wie Native Instruments Maschine. Gut, die Optik hört und produziert mit und da ist die MPC nicht zu verleugnen. Unzählige Taster und bekannte Drehräder wirken absolut MPC-like, so dass die Benennung wohl im Hinblick auf das digitale Zeitalter in Ordnung geht.

Akai MPC Studio - Anschlüsse

Der MPC Studio ist aus Aluminium gefertigt und besitzt eine großes LCD Display. Dieses soll etwas vom analogen Feeling zurückholen, in dem es den Blick des Anwenders auf die MPC lenkt. Man kann dann dort seine Tracks editieren; doch mal ehrlich: Wenn ich schon auf den Rechner angewiesen bin, möchte ich nicht wirklich auf den schönen großen Bildschirm verzichten. Interessant sind dabei die Abmessungen: gerade einmal 2,5 Zentimeter soll der MPC Studio Controller dick sein. Damit würde er perfekt in jede Laptop-Tasche passen und somit auch für die mobile Musikproduktion taugen. Natürlich ein funktionierender Computer vorausgesetzt. Auf diesen sollte man natürlich auch die beiliegende MPC Software spielen, die über 64 Sequenzer Spuren und mehr als sechs GB an Sounds, unter anderem aus der MPC 3000, verfügen soll. Wahlweise kann man die MPC Software standalone oder als VST/AU Plug In im Sequenzer der persönlichen Wahl betreiben. Die MPC Software unterstützt dabei die Audioformate WAV, MP3, AIFF, REX und SND. Kompatibel ist sie ebenso wie die Hardware mit Mac und PC.

Hier ist ein kurzes Einführungsvideo zum MPC Studio Controller von Akai:

Wie auch schon die Diskussionen um die MPC Renaissance gezeigt haben, wird auch der MPC Studio die Welt der Groove Musiker wohl spalten. Zum einen kann man es als unnötige Anpassungen an das digitale Zeitalter sehen, ist doch das MPC Konzept seit Jahrzehnten das Alleinstellungsmerkmal von Akai. Auf der anderen Seite muss sich auch ein renommierter Hersteller wie Akai an der Branche und den Musiker orientieren. In immer mehr Studios stehen digitale Computer Systeme, so dass es eigentlich eine logische Konsequenz ist, die MPC in und an den Rechner zu holen. Letztendlich muss jeder Musiker das für sich selbst entscheiden. Und für alle Liebhaber der analogen MPCS bleibt ja vorläufig alles beim alten, immerhin gibt es noch analoge MPCs im Fachhandel zu kaufen. Weitere Informationen zu den neuen MPC Produkten von Akai gibt es unter www.akaiprompc.com.

Lars Über Lars

Ich bin leidenschaftlicher Musiker und habe jahrelange Erfahrung im Musikalienhandel sammeln können. Neben dem Spielen von Gitarre, Keyboard und Mundharmonika liegen meine Hauptinteressen in der Tontechnik. Im mobilen Projektstudio führe ich nicht nur Produkttests durch, sondern verwirkliche auch kleinere musikalische Musikprojekte. Stilistisch bewege ich mich irgendwo zwischen Blues, Soul, Jazz und Rock mit Einflüssen des Rock'n'Roll und Funk.

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