Die Akai MPC Fly ist nach der Vorstellung der MPC Renaissance sowie der MPC Studio, das nunmehr dritte Produkt auf der NAMM Show 2012, dass den Namen MPC besitzt, aber trotzdem etwas anders ist, als man es von einer MPC erwartet. So ist die MPC Fly von Akai etwas moderner als die beiden anderen MPC Controller ausgelegt, da sie als MPC Controller für das iPad 2 von Apple gedacht ist.
Man vereine von zwei wesentlichen Technikpionieren die beiden Top-Produkte und versuche, damit etwas noch besseres zu schaffen. So oder so ähnlich könnte die Grundüberlegung bei der Entwicklung der Akai MPC FLy gewesen sein. Mit seinen MPC Sequenzern gehörte Akai schon immer zu den Pionieren in der Tontechnik und die Erfolgsgeschichte von Apple’s iPad 2 brauche ich wohl nicht zu erwähnen. So ist es nur logisch, dass mit der Akai MPC Fly nun auch das MPC Feeling auf das iPad übermittelt werden soll. Der Vorteil, der nun wieder im Gegensatz zur MPC Renaissance und zur MPC Studio entsteht, ist ganz klar: Unabhängig vom Computer zu produzieren. Man benötigt nur die MPC Fly und ein Apple iPad2 und kann sofort und jeder Zeit loslegen und produzieren.
MPC to go
Die Akai MPC Fly sieht aus, wie ein Laptop, nur im 10 Zoll Format, der auf der unteren Seite die MPC Controller Oberfläche hat und in der hochgeklappten Seite das iPad 2 von Apple aufnimmt. Ist das iPad 2 integriert, kann man die MPCFly auch problemlos zusammenklappen und daher alles in einer Tasche transportieren. Hier handelt es sich wohl wirklich um eine MPC to go. Die spezielle Case-Konstruktion ermöglicht sowohl den Betrieb im Hochformat als auch liegend und lässt sich, wie schon angesprochen, für den Transport schließen. Für die Stromversorgung zeichnet ein integrierter Lithium-Ionen-Akku verantwortlich. Das iPad 2 selbst kann auch über die MPC Fly geladen werden, dann muss selbige aber am Stromnetz angeschlossen sein.
Die Ausstattung der MPC Fly
Die Akai MPC Fly besitzt alle wesentlichen Features, die man für die Musikproduktion im gewohnten MPC Feeling benötigt. Dazu zählen selbstverständlich die 16 hintergrundbeleuchteten MPC Pads, die klassische Features wie MPC Repeat und MPC Swing unterstützten. Direkt unter den 16 Pads befindet sich eine Transportsteuerung für den Sequenzer, weitere Bedienelemente für die MPC Software befinden sich links und rechts von den MPC Pads.
Die MPC Software
Die MPC Fly ist natürlich nur wirklich zu gebrauchen, wenn auch eine entsprechende MPC Software vorliegt. Akai erwähnt zwar, dass die MPC Fly mit nahezu jeder Core MIDI App kompatibel ist, man möchte ja MPC Feeling haben. Daher hat Akai speziell für das iPad die MPC Software geschrieben. Diese erlaubt Sequenzen mit bis zu vier Tracks gleichzeitig und hat entsprechend einen 4-Kanal-Mixer an Bord. Weiterhin sind Aufzeichnungen und Overdubben möglich und die erstellten Sequenzen können dann bequem in der Software zu eigenen Songs arrangiert werden. Interessant ist auch die integrierte Timing Korrektur, die während der Aufnahme aktiviert werden kann. Auch wurden in die MPC Software für das iPad 2 drei Effekte integriert, die für leichte Korrekturen oder kreative Gestaltung genutzt werden können. Dabei handelt es ich um ein Delay, einen Bit Crusher und einen Master Compresssor/Limiter.
Die MPC Software besitzt darüber hinaus eine integrierte Sound Library mit Samples und Drum Kits. Diese kann man erweitern, in dem man über das interne Mikrofon bzw. den Line-Eingang eigene Samples aufnimmt und der Library hinzufügt. Auch das Sampling von der eigenen iPod Library über das Turntable Interface ist möglich. Die eigenen Samples können dann getrimmt und kategorisiert werden. Hat man seine Produktion mobil abgeschlossen und ist wieder im heimischen Studio angekommen, kann man die Dateien bequem an den Mac oder PC zur weiteren Bearbeitung übergeben. Ist man mit seiner Idee auf der MPC Fly gar fertig geworden, kann man den fertigen Track direkt aus der Software auf Soundcloud, Twitter und Co. hochladen.
Die Akai MPC Fly wurde erstmals auf der NAMM Show 2012 in Anaheim vorgestellt. Ab wann und zu welchem Preis dieser MPC Controller für Apple’s iPad 2 erhältlich sein wird, ist leider noch nicht bekannt. Dieses Video gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Möglichkeiten:
Die Akai MPC Fly im Überblick:
- Hersteller: Akai
- Produkt: MPC Fly
- Typ: MPC Controller für Apple’s iPad 2
- Nur mit dem Apple iPad 2 kompatibel
- 16 hintergrundbeleuchtete MPC Pads
- MPC Note Repeat und MPC Swing
- Transport-Taster
- Nahtlose Integration der MPC App
- Spezielle Case-Konstruktion für den flexiblen Einsatz
- Unterstützt nahezu jede Core MIDI App
- Integrierter Lithium-Ionen Akku
- Abmessungen: 3,05 cm x 24,6 cm x 20,3 cm
- Gewicht: 0,92 kg
Die MPC Software für iOS im Überblick:
- Speziell für das iPad entwickelt
- Erlaubt Seqquenzen mit bis zu 4 Tracks gleichzeitig
- Integrierter 4-Kanal Mixer
- Aufzeichnen und Overdubben eigener Sequenzen ist möglich
- Sequenzen können zu eigenen Songs arrangiert werden
- Aktivierbare Timing Korrektur während der Aufnahme
- Note Repeat (1/8 – 1/32T)
- 16 Level Modus bei der Sample Wiedergabe
- Note Variation Slider
- 3 Effekte (Delay, Bit Crusher, Master Compressor/Limiter)
- Erstellen und Bearbeiten eigener Programs
- Integrierte Sound Library mit Samples und Drum Kits
- Sampling über das interne Mikrofon bzw. den Lineingang möglich
- Trimmen und Kategorisieren eigener Smaples
- Export zu PC und Mac
- Teilen auf Social Media Plattformen (Soundcloud, Twitter, Faceboob)
- Unterstützt das Wireless Sync Start Protocol (WIST) von Korg
- MPC Software App arbeitet mit Apple iPad 1 und iPad 2





