Korg pitchblack Poly Gitarren-Stimmgerät

Mit dem Korg pitchblack Poly wurde auf der NAMM Show 2012 das erste polyphone Stimmgerät für Gitarristen aus dem Hause Korg vorgestellt. Was unterscheidet den Korg pitchblack Poly vom TC Electronic PolyTune und was macht ihn eventuell besser?

Auf der NAMM Show 2012 war es endlich soweit und Korg präsentierte der wartenden Gemeinschaft an Gitarristen den neuen pitchblack Poly. Damit ist nun auch das schon als sehr umfangreich zu beschreibende Korg-Sortiment sinnvoll erweitert worden, denn einen polyphonen Boden-Stimmer gab es dort bisher nicht. Ist sonst Korg für die Innovationen auf dem Tuner-Markt bekannt, wurde das erste polyphone Stimmgerät von TC Electronic vorgestellt. Auf der NAMM Show selbst hat TC Electronics sogar nun schon das zweite polyphone Stimmgerät präsentiert, den Polytune Mini, womit klar ist, das Korg etwas tun muss, denn so langsam haben viele Gitarristen die Möglichkeiten des polyphonen Stimmgeräts verstanden und in ihr Setup integriert.

Korg pitchblack Poly - Poly-Mode schrägNun gut, jetzt interessiert uns der Korg pitchblack Poly. Hierbei handelt es sich um einen polyphonen Bodentuner für Gitarristen. Als Vorlage diente hier gnaz klar der Bodentuner pitchblack, der sich an einer großen Fan-Gemeinde erfreuen kann. Daher ist es naheliegend, für einen weiteren Bodentuner zumindest die praktischen, mechanischen Features, wie Gehäuse und Design, zu übernehmen. Ein polyphones Stimmgerät dient dazu, alle sechs Saiten der Gitarre mit einem Mal zu stimmen. Das funktioniert in der Praxis so, dass auf dem Display sechs LED-Meter erscheinen, wobei jeder eine Seite repräsentiert. Je nach Hersteller-Konzept variiert diese Art der Anzeige. Das Grundprinzip ist aber immer gleich, es wird auf einen Blick gezeigt, welche Seiten verstimmt sind.

Korg pitchblack Poly - AnschlüsseDer Korg pitchblack Poly ist dabei sehr einfach aufgebaut. Ein Bypass-Schalter thront am unteren Ende des Bodentuners. Oben gibt es ein schmales, rechteckiges Display und in der Mitte ein großes LED Display für den polyphonen Stimmmodus. Dieser funktioniert bei Korg etwas anders, als es beim schon bekannten TC Electronics Polytune der Fall ist. So sind die sechs Saiten in der Mitte des Displays übereinander angeordnet. Schlägt man nun alle Saiten an, leuchten die richtig gestimmten Saiten grün, verstimmte Saiten je nach Grad der Verstimmung rot. Ich denke, das Bild hilft besser beim Verständnis der Anzeige. Der pitchblack Poly kann aber auch Einzelsaiten stimmen. Dazu schlägt man eine Saite an, der Ton wird im mittleren Display angezeigt und das obere Display dient der genauen Stimmanzeige. Die eingebaute String-Seeker-Funktion soll auch bei Floating-Tremolo-Systemen bequemes Stimmen erlauben.

Ein weiteres Highlight des Korg pitchblack Poly sind die vier verschiedenen Stimmmodi. Dabei handelt es sich um die Modi Regular, Full Strobe, Half Strobe und Spilt Mode. Damit kann man diesen polyphonen Tuner perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen und die praktische Pedalform ermöglicht die unproblematische Einbindung auf dem Floorboard. Einen guten Überblick über die Möglichkeiten des Korg pitchblack Poly gibt dieses Einführungsvideo:

Der Korg pitchblack Poly im Überblick:

  • Korg pitchblack Poly - String Seeker-FunktionHersteller: Korg
  • Produkt: pitchblack Poly
  • Typ: polyphones Stimmgerät
  • Erlaubt das Stimmen aller Saiten mit einem Mal
  • String Seeker Funktion für das Stimmen einzelner Saiten
  • sehr gut für Floating Tremolo Systeme geeignet
  • Unterstützt werden auch Flat (5 Halbtöne), Capo (7 Halbtöne) und Drop-D Tunings
  • Erkennt automatisch Gitarre oder Bass (bis zu 6-Saiter Bässe)
  • Betrieb mit Netzteil oder 9V-Block
  • True Bypass
  • Preis: ca. 100 Euro

Die Modi im Blick:

Regular mode, Full Strobe

zu hoch: LED fließt von links rechts; zu tief von rechts nach links

Half Strobe

bis zur weißen LED in der Mitte, rechts zur Mitte wenn zu hoch, links zur Mitte wenn zu tief

Split mode

zu hoch: rechts die Quantität der Diskrepanz links halber Strobo und umgekehrt

Lars Über Lars

Lars ist Gründer und Chefredakteur von Acoustic Style. Er ist leidenschaftlicher Blues-Rock Gitarrist und betreibt ein kleines Projektstudio. Seine Erfahrungen im Studiobreich sowie in seiner langjährigen Tätigkeit im Musikhandel lässt er in seine Testberichte, Tutorials und Features einfließen.

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