Das Roland BK-5 ist ein auf der NAMM Show 2012 von Roland vorgestelltes Backing Keyboard, welches sich gleichermaßen an One Man Bands und Band-Keyboarder wendet.
Seit der NAMM Show 2012 gibt es neben dem Prelude endlich wieder ein weiteres klassisches Keyboard aus dem Hause Roland. Mit dem Roland BK-5 stellt der japanische Hersteller ein Backing Keyboard vor, welches umfangreiche Möglichkeiten für Solo- und Band-Musiker bietet. Insbesondere Solo-Musiker werden sicherlich von dem BK-5 angesprochen werden, da es neben zahlreichen Sounds eine professionelle, integrierte Begleitautomatik an Bord hat. Die Möglichkeit, Audio und MIDI Dateien via USB Stick abzuspielen und diese in die eigene Performance zu integrieren, unterstreichen die professionellen Absichten des Roland BK-5.
Ausgestattet mit einer 61 Tasten umfassenden, anschlagdynamischen Tastatur, ist dieses Keyboard für Live-Musiker sicherlich eine Option. Insgesamt stehen 1.172 Klänge sowie 60 Drum Kits für die eigene Performance zur Verfügung. Diese werden durch 305 Rhythmen unterstützt. Für das leichtere Auffinden des richtigen Rhythmus, wurden diese in insgesamt sechs Kategorien unterteilt. Die integriertes Styles stammen aus dem schon bekannten Roland BK-7m und wurden durch neue, moderne Styles ergänzt. Eine Polyphonie von 128 Stimmen sollte für jede Live-Performance ebenfalls ausreichend sein. Bei den Styles wurde beim Roland BK-5 auch der deutsch-sprachige Raum berücksichtigt, so dass sich auch deutsche Schlager damit begleiten lassen. Wem das interne Angebot an Styles nicht ausreicht, wird sich freuen, dass das BK-5 mit den Styles des BK-7m sowie den Keyboards der E-, G- und VA-Serie kompatibel sind.
Herzstück des Roland BK-5 ist sicherlich die Tastatur. Links davon findet man einen kombinierten Joystick, der Pitch- und Modulations-Funktion übernimmt. Das ist nicht neu, wird es doch schon in den bekannten Roland Synthesizern und Workstation verwendet. Mittig über der Tastatur findet man ein LC-Display, welches dem Musiker einen schnellen Überblick über die gewählten Funktionen gibt. Rechts vom Display ist ein nicht zu übersehendes Jog-Wheel platziert, dass der Anwahl verschiedener Styles, Sounds und Funktionen dient. Das Roland BK-5 hat aber noch etwas mehr zu bieten. Neben den schon erwähnten integrierten Styles, hat man die Möglichkeit, mit Hilfe des Rhythm Composers eigene Styles zu kreieren bzw. vorhandene Styles den eigenen Wünschen anzupassen. Auch auf die integrierten Klänge kann man Einfluss nehmen. So bieten die integrierten Effekte einiges an Klangformungsmöglichkeiten, sei es nun mittels Reverb, Chorus, Equalizer, Multieffekt oder einem Multiband-Kompressor.
Auch wurde im Roland BK-5 der USB-Audio-Player integriert, der schon aus anderen Roland Geräten bekannt ist. Hier kann man mittels USB-Stick Audio und SMF Dateien abspielen und mit den internen Effekten bearbeiten. Hier kommt dann auch die Center Cancel Funktion zum Einsatz, die dabei helfen soll, die Stimme bzw. ein Solo-Instrument aus der Ausnahme herauszufiltern. Diese Funktion in Kombination mit dem Video-Ausgang schafft die Grundlage für eine gelungene Karaoke Party. An dem Video Out werden neben den Texten von SMF Dateien auch die Akkorde des laufenden Songs ausgegeben. Sehr schön sind die integrierten Lautsprecher, die das BK-5 auch als Arranger im Homestudio platzieren könnten. Aus den ersten Informationen lässt sich leider nicht entnehmen, ob diese auf Wunsch ausgeschaltet werden können. Wünschenswert wäre es, aber zur Not hilft auch hier eine 6,3mm Klinke im Kopfhörerausgang.
Zum Schluss noch ein Blick auf die technischen Daten. Das Roland BK-5 Backing Keyboard wiegt gerade einmal 7,5 kg und ist knapp 105 cm breit. Bei einer Tiefe von knapp 32 cm kann man hier in jedem Fall von einem transportablen Keyboard sprechen. Ein Batteriebetrieb scheint nicht möglich zu sein, zumindest ist davon erst einmal nichts erwähnt. Bis auf die USB- und die beiden Kopfhörerbuchsen befinden sich alle Anschlüsse auf der Rückseite des Keyboards. Hier haben wir dann die Möglichkeit, mittels Stereo-Mini-Klinke, externe Audiohardware anzuschließen. Um das Signal des BK-5 Keyboards an einen Mixer weiterzuleiten, wurden zwei 6,3mm Klinkenausgänge angebracht. Auch findet sich hier ein weiterer USB-Anschluss (in diesem Fall Typ B) für die Verbindung mit dem Rechner. Abgerundet werden die Anschlüsse durch MIDI In/Out, einen Video Out sowie einen Fußschaltereingang.
Ein erstes Video gibt es mit Soundbeispielen auch schon im Netz:
Ob und inwiefern sich das Roland BK-5 im Markt der professionellen Keyboards für Solo-Künstler etabliert, bleibt erst einmal dahingestellt. Die Ausstattung schaut gut aus, das Konzept ist irgendwie Schlüssig und die Abmessungen praktisch. Das BK-5 hat jetzt nichts revolutionäres an sich, kombiniert aber viele schon bekannte und beliebte Features verschiedener Roland-Instrumente in einem Gerät. Ob es wirklich ein würdiger Nachfolger der E-Serien Keyboards ist, muss das Gerät wohl erst im Live-Test beweisen. Bis dahin ist es auch nicht mehr so lange hin, da das BK-5 schon im Februar erhältlich sein soll. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei exakt 950,81 Euro, im Handel wird es dann wohl so um die 800 Euro kosten.
Das Roland BK-5 im Überblick:
Hersteller: Roland- Produkt: BK-5
- Typ: Backing Keyboard
- Tastatur: 61 anschlagdynamische Tasten
- Polyphonie: maximal 128 Stimmen
- Klänge: 1.172 Sounds und 60 Drum Kits
- Rhythmen: 306, in sechs Kategorien unterteilt
- Komplett ausgestattetes Keyboard
- Integrierte Begleitautomatik
- Styles und Sounds aus dem BK-7m
- Große Auswahl an internationalen und nationalen Music Assistants und Styles
- Kompatibel mit Styles aus dem Roland BK-7m/E-Serie/G-Serie/VA-Serie
- Praktische Bedienoberfläche mit grafischem LCD und hochwertigen Tastern
- Einfache Wiedergabe unterschiedlicher Begleitungen direkt vom USB Speichermedium ohne vorherigen Import (Styles, SMF, MP3, WAV)
- Center Cancel und Transponierung für Audiodateien
- Make-Up Tools für Standard MIDI Files und Styles
- flexible Performance Listen erlauben es viele Einstellung für einen Song oder einen Style zu speichern und schnell wieder aufzurufen (auch numerisch)
- Rhythm Composer ermöglicht das Entwerfen neuer Styles
- Zweite Schlagzeugspur für Styles und SMF
- Audioaufnahme auf USB Speichermedium
- Composite Videoausgang zur Anzeige von Texten (SMF und MP3), Akkordsymbolen und Bildern auf einem externen Monitor
- Eingebautes Verstärkersystem
- Einfache, grafische Benutzeroberfläche
- Integrierte Effekte: Reverb, Chorus, Equalizer, Multiband-Kompressor, mehrere Multieffekte
- Automatische Akkorderkennung bei SMF Dateien
- Abmessungen: 104,4 cm x 31,7 cm x 12,9 cm
- Zubehör: Bedienungsanleitung, AC Adapter, Notenständer, CD-Rom (Style Converter 4.0 und USB Treiber)
- Preis: 950,81 Euro (UVP)
- Lieferbar ab Februar 2012


